TÜV-Kosten im Überblick: Was kostet die Hauptuntersuchung für verschiedene Fahrzeugtypen?

Ganz gleich, ob es sich um einen Pkw, ein Wohnmobil oder einen Anhänger handelt: Fahrzeuge unterliegen regelmäßig der Hauptuntersuchung. Welche Kosten dabei entstehen, erfährst du hier – alles über Gebühren und Aufwendungen bei TÜV und anderen Prüfdiensten.

Es gibt regionale Preisunterschiede, und je größer sowie schwerer das Fahrzeug, desto höher sind die Kosten. Es ist wichtig zu beachten, dass das Überziehen der HU („TÜV“) zu zusätzlichen Ausgaben führen kann.

Die Frage lautet also: Ist das Fahrzeug technisch in einem vorschriftsmäßigen Zustand, verkehrssicher und umweltverträglich? Diesen Aspekten gehen Prüforganisationen wie TÜV, Dekra, GTÜ, KÜS oder andere amtlich anerkannte Einrichtungen nach. Für Fahrzeughalter bedeutet das, dass sie ihre Fahrzeuge in regelmäßigen Abständen zur Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU) vorführen müssen. Die damit verbundenen Gebühren sind unvermeidlich, aber wie hoch sind sie eigentlich?

Kosten für die Hauptuntersuchung (HU)

Die Kosten für die Hauptuntersuchung (HU), auch bekannt als “TÜV”, variieren je nach Fahrzeugtyp, Bundesland und Prüforganisation. Hier sind einige Informationen zu den Preisen:

Pkw bis 3,5 Tonnen

    • Die “normale” Hauptuntersuchung kostet im Durchschnitt 90 Euro.
    • Eine Kombination von HU und Abgasuntersuchung (AU) ist oft sinnvoll, da beides in der Regel gleichzeitig durchgeführt wird. Die Kosten dafür betragen etwa 140 Euro1.

Wohnmobile, Motorräder und Anhänger

    • Schwere Wohnmobile (3,5 bis 7,5 Tonnen) müssen einmal jährlich zur HU und AU. Die Kosten für die Kombination liegen bei etwa 180 Euro.
    • Wohnmobile über 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht müssen ebenfalls einmal im Jahr zur HU und AU und zahlen zusätzlich rund 20 Euro.
    • Wohnmobile zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen müssen jährlich zur Hauptuntersuchung, wenn sie älter als sechs Jahre sind, jüngere Fahrzeuge alle zwei Jahre.
    • Motorräder kosten etwa 80 Euro für die HU1.

Bitte beachten Sie, dass die genauen Preise je nach Prüfaufwand und individuellen Faktoren variieren können. Es ist ratsam, die aktuellen Preislisten der jeweiligen Prüfdienste zu konsultieren123.

Teuer: Nachuntersuchung und Überziehung

Nachuntersuchung und Terminüberziehung können teuer werden. Wenn ein Fahrzeug beim ersten Termin einen Mangel aufweist, ist eine Nachuntersuchung erforderlich, die in der Regel rund 30 Euro kostet. Die HU wird ebenfalls teurer, wenn der Termin um mehr als zwei Monate überzogen wird. In diesem Fall sieht die Gebührenordnung eine 20-prozentige Erhöhung vor.

Überziehungskosten bei verspäteter HU

Für Fahrzeughalter, die von der Polizei mit abgelaufenem „TÜV“ erwischt werden, gibt es zusätzlich eine Strafe. Der Bußgeldkatalog sieht 15 Euro bei einer Überziehung ab zwei Monaten, 25 Euro ab vier Monaten und 60 Euro plus einen Punkt in Flensburg bei mehr als acht Monaten vor.

Tuning & breite Räder: Kosten technischer Änderungen

Technische Änderungen wie Tuning und breite Räder, wie Spoiler, Tieferlegungen, Folien an Seitenscheiben oder Chip-Tuning, können das Auto individueller und sportlicher machen. Doch auch hier haben Prüforganisationen ein Mitspracherecht. Eine Änderungsabnahme wird durchgeführt, um sicherzustellen, dass diese Änderungen die Verkehrssicherheit und Betriebserlaubnis nicht beeinträchtigen. Die Kosten für diese Abnahme variieren je nach Fahrzeugart, Bundesland und Prüforganisation zwischen 50 und 80 Euro, können aber je nach Prüfaufwand auch höher ausfallen.

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